Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Denkschrift 2017, Beitrag Nr. 23 (Kapitel 1499)

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften ist eine Vereinigung herausragender Wissenschaftler - sie wurde 1909 gegründet und ist seit 1966 Körperschaft des öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des Landes. Sie wird durch Fördermittel des Landes und Projektmittel des Bundes und der Länder finanziert.

Der Rechnungshof hatte die Haushalts- und Wirtschaftsführung erstmals 2013 geprüft und dabei eine Vielzahl von Defiziten festgestellt. 2016 ergab eine Nachprüfung, dass die Mehrzahl der Mängel mittlerweile behoben war. In wenigen Bereichen bestand nach wie vor Verbesserungspotenzial. Bei Publikationen wurden die Vergabevorschriften nicht beachtet und das Dienstreisemanagement war optimierungsbedürftig.

Als baden-württembergische Besonderheit hat die Akademie ein sogenanntes „WIN-Kolleg“. In diesem Rahmen können herausragende junge Wissenschaftler ihre zeitlich begrenzten interdisziplinären Projekte an der Akademie betreiben. Die WIN-Projekte hatten sich als innovatives und effizientes Instrument der Nachwuchsförderung bewährt.

Verbesserungspotenzial sah der Rechnungshof bei der Durchführung und wissenschaftlichen Steuerung der Forschungsprojekte der Akademie. Künftige Akademieprojekte sollten finanziell und personell so ausgestattet sein, dass sie regelmäßig in höchstens 15 Jahren abgeschlossen werden könnten. Der Rechnungshof hielt es zudem für vorteilhaft, künftige Forschungsprojekte an Universitätsinstitute zu delegieren. Die Akademien in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen zeigten, dass alternative Verfahrensweisen dazu beitragen können, Forschungsprojekte wirtschaftlicher zu organisieren.

Parlamentarische Behandlung

Der Landtag hat die Landesregierung gebeten,

1. als Zuwendungsgeberin und Aufsichtsbehörde darauf hinzuwirken, dass die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Akademie in Zukunft den geltenden Vorschriften entspricht und die Effizienz der Geschäftsführung und der Forschungsprojekte weiter verbessert wird;

2. die an der Akademie erfolgreich betriebenen WIN-Projekte auch in Zukunft zu ermöglichen;

3. zu prüfen, ob künftige Akademieprojekte nach nordrhein-westfälischem Vorbild an Universitätsinstitute delegiert werden können.

Reaktion der Landesregierung

Parlamentarische Erledigung

Der Beitrag ist noch nicht parlamentarisch erledigt. Die Landesregierung hat dem Landtag am 11.12.2018 berichtet.

Letzte Änderung dieses Artikels: 27.12.2018